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Horzontal Control

Minimal invasive Verbreiterung des Alveaolarkamms des Unterkiefers mit speziell für dieses Verfahren entwickelten Handinstrumenten (Horizontal Control).

Dies gelingt durch die Axiale Verschiebung der mobilisierten kortikalen Platte nach lateral:

Die Mobilisierung wird zusätzlich durch zwei interne vertikale trapezförmige (d.h. der Richtung der benachbarten Wurzeln folgende) Osteotomien durchgeführt. Die Rotation der mukoperiost und mukogingival gestielten kortikalen Lamelle wird mittels kalibrierten und homologisierten, verschieden abgewinkelten (80°, 90°, 100°) Handinstrumenten erreicht. Diese Technik ist besonders geeignet für die Kammverbreiterung des Unterkiefers distal und ist eine ideale Ergänzung und Erweiterung zum split-control System. Die Handinstrumente sind auf das split-control System abgestimmt. Ein wesentlicher Vorteil dieser Methode ist, dass die Aufklappung mit Lappenbildung vermieden wird. Dadurch wird das Periost und die Mukosa nicht abgelöst und garantiert eine schnellere und sichere Einheilung. Dieses Vorgehen ist weniger traumatisch.

Allgemeines zur Biologie und zur Methode
Viele Studien zeigen die Zellbiologie, die Molekularbiologie und die biochemischen Einflüsse der Knochenheilung durch BMU (Beta - TGF und BMP-2; = Bone morphogenetic units) und vernachlässigen die örtlichen mechanischen Einflüsse. Bei der atraumatischen Vorgehensweise, wie z.B. bei der minimal-invasiven Verbreiterung des Alveolarkamms wird durch die Aufrichtung und Drehung der nutritiv-versorgten, basal-gestielten kortikalen Platte eine "mechanische Schalung" und dadurch eine "Guideline" zur Knochenneubildung erreicht. Diese mechanische Vorgabe scheint die osteogenetischen Zellen bevorzugt zu beeinflussen und die treibende Kraft für die Knochenneubildung zu sein.

Die atraumatische Vorgehensweise mit Schutz des Periostes und des umgebenden Weichteilgewebes durch die interne vertikale Osteotomie - im Sinne einer Sollbruchstelle - beeinflusst den Erfolg der Knochenneubildung entscheidend. Denn das Periost ist nach einer Aufklappung mit Periostschlitzung erst wieder nach ca. sechs Wochen vollfunktionstüchtig. Dies wird vermieden. ("form follows function", Wolff's Gesetz)

Da eine Ossifkation nur entstehen kann, wenn die kortikale Wand stabil bleibt und keine Mikrobewegungen entstehen, können zur Stabilisierung und Schienung der kortikalen Platte Implantate, die den Spalt offen halten, inkorporiert werden. Es kann eine offene Heilung über Granulation oder ein primärer Wundverschluss durch Mobilisierung der Schleimhaut von lingual angestrebt werden.


Vorteile der Aufdehnung mittels diesen Handinstrumenten

  • Die idealste Stelle um eine Verbreiterung des Alveolarkamms zu erreichen, ist der posteriore Unterkiefer.
  • Durch die speziell gewinkelten kallibrierten Handinstrumente ist eine sichere Aufdehnung minimal-invasiv möglich.
  • Dieses Vorgehen bietet auch einen möglichst grossen Schutz gegenüber den Kaukräften.
  • Eine schonende Behandlung des Periostes und eine Stabilisierung des Fragmentes ist bei dieser Methode gesichert.
  • Eine Begrenzung ist theoretisch nur durch die Breite des Alveolarkamms gegeben. Eine breitere Aufdehnung als acht Millimeter sollte jedoch in mehreren Schritten erreicht werden.
  • Durch das minimal-invasive Verfahren ist auch ein mehrzeitiger Schritt durch einen erneuten kleinen Eingriff möglich.
  • Aus diesem Grund ergibt sich auch eine bessere Akzeptanz durch den Patienten.
  • Auch eine Anwendung durch den erst seit kurzer Zeit implantierenden Zahnarzt wird durch die farblich codierten Instrumente möglich.
Fuchs Schaller Ernst - Dr.med. und med.dent. - Seestr. 69 - CH-8806 Bäch
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